Lange Zeit konnte ich die Leute nicht verstehen, die auf Spaghetti Bolognese abgefahren sind. Für mich war das immer ein Berg Nudeln begraben unter einer Pampe aus Hackfleisch mit Tomatensosse. Ich konnte diesem nichts für mich abgewinnen. Ich blätterte in italienischen Kochbüchern auf der Suche nach der ultimativen Rezeptur für eine wirklich schmackhafte Bolognese und wurde nicht fündig. Also stellte ich mich in die Küche und experimentierte vor mich hin. Zunächst fügte ich dem Fleisch eine große fein gehackte Zwiebel hinzu und dünstete die Sosse mit einem Blatt Lorbeer. Das Ergebnis war schon mal nicht so schlecht, aber ich war noch nicht zufrieden.

Das nächste Mal überlegte ich mir, dass Wurzelgemüse bestimmt der Mischung von Fleisch und Tomate gut tun würde. Zunächst hackte ich eine Karotte, eine Wurzel Petersilie und ein Stück Sellerie in ganz kleine Würfelchen. Die Konstistenz gefiel mir aber nicht so gut, die Würfel waren zu groß. In der Folge nahm ich alle Zutaten wieder her und verpasste ihnen eine Abreibung auf einer nicht zu feinen Reibe. Sobald ich das Fleisch mit Zwiebeln angebraten war, fügte ich sodann die gewürfelten Tomaten und das geriebene Wurzelgemüse hinzu. Im Null Komma Nichts verbreitete sich ein herrlicher Duft in der Küche. Als Gewürze wurden noch Oregano, Rosmarin und Basilikum hinzugefügt, etwas Rotwein rundete die Sosse ab. Die Masse mit ausreichend Wasser übergossen wird nun für gut eine Stunde bei mittlerer Flamme auf dem Ofen sich selbst überlassen.

Erst kurz vor Schluss kommt noch durchgedrückter Knoblauch dazu und ganz zum Schluss frisch gehackte Petersilie. Abschmecken kann man es noch mit frisch gemahlenem Pfeffer. Was soll ich sagen, seit ich dieses Rezept ausprobiert habe, bin ich total begeistert von Spaghetti Bolognese und esse es immer wieder sehr gern. Noch zu erwähnen wäre, dass es leicht zubereitet ist und wenig kostet. Mit einem kleinen Salat als Beilage entsteht so ein vollwertiges und schmackhaftes Essen für die ganze Familie.